Leptin - wie wirkt das Protohormon im Körper?

Im menschlichen Organismus spielen Hormone eine wesentliche Rolle. Zu den wichtigen Hormonen, die in den Fettzellen des Körpers gebildet werden, gehört auch Leptin, welches für das Hungergefühl verantwortlich ist. Da Leptin möglicherweise beim Abnehmen helfen könnte, wird dieses Hormon seit einiger Zeit intensiv erforscht.

Sportliche Frau mit Maßband um den Bauch möchte abnehmen

Ist Leptin ein natürlicher Appetitzügler?

Bisher ist bekannt, das ein ausgeglichener Leptinspiegel sehr wichtig ist, um eine schlanke Figur zu behalten. Untergewicht und Übergewicht können den Leptinspiegel jedoch beeinträchtigen. In den Medien wird das Hormon Leptin oft als eine Art natürlicher Appetitzügler bezeichnet. Die Produktion von Leptin spielt sich hauptsächlich in den Fettzellen (Adipozyten)ab. Außerdem entsteht Leptin auch in der Magenschleimhaut, in den Brusthautzellen, in der Skelettmuskulatur, im Knochenmark sowie in Teilen des Gehirns.

Wenn ausreichend Leptin im Organismus zur Verfügung steht, merkst du dies beispielsweise am Sättigungsgefühl, indem dein Körper dir nach einer Mahlzeit signalisiert: "ich bin satt". Über die genauen Steuerungsmechanismen liegen allerdings bislang noch keine abschließenden Ergebnisse vor. Deshalb ist weiter unklar, ob Leptin tatsächlich eine Gewichtszunahme oder -abnahme beeinflussen kann.

Ist es möglich, mit Leptin überflüssige Pfunde loszuwerden?

Die einfachste Möglichkeit, überflüssige Pfunde abzubauen ist eine Diät. Der Verzicht auf Nahrung ist jedoch anstrengend und nicht jede Diät ist am Ende erfolgreich. Deshalb wird oft nach Alternativen gesucht, auch ohne Diät abzunehmen. Eine Möglichkeit könnte darin bestehen, den Leptinspiegel zu erhöhen. Es wird vermutet, dass die Erhöhung des Leptinspiegels in Kombination mit Sport und einer kalorienarmen Ernährung zum Gewichtsverlust beitragen könnte. Damit der Leptinwert steigt, sollen gezielt Lebensmittel, die den Leptinspiegel erhöhen können, konsumiert werden.

"Mit der Erhöhung des Leptinwertes soll gleichzeitig der Appetit sinken, sodass du automatisch weniger isst."

Nach Ansicht von Experten soll der Botenstoff Leptin vor allem durch Eiweiße und Omega-3-Fettsäuren, wie sie in Lachs, Makrele und Hering enthalten sind, aktiviert werden. Wichtig ist, dass der Stoffwechsel angeregt wird, damit zusätzlich Energie verbrannt wird. Ein weiterer Faktor, der das Abnehmen beeinflussen kann, ist das Hungergefühl. Wenn du ständig Hunger hast, wird es schwieriger, eine Diät einzuhalten. Ein ausgeprägtes Hungergefühl ist ein Signal des Körpers, dass Nahrung benötigt wird.

Wofür ist das Hormon Leptin zuständig?

Die Ausschüttung des Hormons Leptin soll durch Zink begünstigt werden. Der Mineralstoff Zink ist für die Funktion des Stoffwechsels zuständig. Viel Zink steckt beispielsweise in Walnüssen, Rindfleisch, Haferflocken und Reis. Auch Vollkornprodukte wie Vollkornbrot und Vollkornnudeln enthalten Zink. Mit diesem Mineral kannst du gleichzeitig den Stoffwechsel anregen und den Cholesterinspiegel senken. Bei Gemüse werden Karotten, Spinat und Brokkoli mit der Bildung von Leptin in Verbindung gebracht. Auch Spinat, der reich an Ballaststoffen ist und Möhren, die Antioxidantien enthalten, können dazu beitragen, den Stoffwechsel und die Produktion von Leptin zu unterstützen.

Wenn du deine Fettverbrennung verbessern und abnehmen willst, solltest du regelmäßig auf Grapefruits zurückgreifen. Diese Früchte enthalten eine Menge Vitamine und können außerdem den Stoffwechsel ankurbeln. Das Hormon Leptin wurde erst im Jahr 1994 bei medizinischen Forschungen entdeckt. Damals fand man heraus, dass dieses Hormon von den Fettzellen freigesetzt wird. Dem Gehirn wird dabei signalisiert, dass die Nahrungsaufnahme beendet werden kann, weil der Körper satt ist. Die Energie, die zur Fettverbrennung notwendig ist, holt sich der Organismus anschließend aus den Fettdepots an Bauch, Oberschenkeln, Hüften und Po. Dadurch nimmst du ab.

Für einen ausgeglichenen Leptinspiegel ist ausreichend Schlaf sehr wichtig. Nur wenn du für genügend Schlaf sorgst und nachts mindestens 6 bis 8 Stunden schläfst, kann der Hormonhaushalt optimal funktionieren und die Bildung von Hormonen sicherstellen. Bei chronischem Schlafmangel sinkt der Leptinspiegel, während stattdessen vermehrt Ghrelin ausgeschüttet wird. Das Hormon Ghrelin fördert jedoch die Hungersignale im Körper. Ein erholsamer Schlaf ist für die Hormonproduktion, die Fettverbrennung und das Sättigungsgefühl außerordentlich wichtig. Beim Abnehmen solltest du deshalb immer darauf achten, dass du genug Schlaf bekommst.

Welchen Einfluss hat die Ernährung auf das Hormon Leptin?

kreide-gezeichneter-menschlicher-kopf-mit-gesundem-lebensmittel-fuer-gehirn-auf-tafel-abnehmen-mit-leptinEs wird inzwischen davon ausgegangen, dass ein geregelter Leptinspiegel auch die Stimmung steigern und das Gedächtnis verbessern kann. Diese Vermutung hängt damit zusammen, dass Leptin mit den empfindlichen Rezeptoren im Hypothalamus, der die vegetativen Funktionen des Körpers regelt, interagiert. Nur bei einem ausgeglichenen Leptinspiegel kann sich Leptin an die entsprechenden Leptinrezeptoren im Hypothalamus binden. Vom Gehirn werden daraufhin Signale ausgesendet, die als Sättigungsgefühl wahrgenommen werden.

Ein niedriger Leptinspiegel suggeriert dem Gehirn, dass zu wenig Nahrung zur Verfügung steht, sodass ein Hungergefühl entsteht und du Appetit bekommst. Die genauen Auswirkungen von Leptin sind noch nicht zu 100 Prozent bekannt. In manchen Fällen wurde sogar beobachtet, dass Leptin das genaue Gegenteil bewirkt als zuvor angenommen wurde. Wenn du ständig zu viel isst und an Fettpolstern zulegst, kann es passieren, dass der Organismus resistent gegen Leptin wird oder die Leptinrezeptoren nicht mehr so reagieren, wie es der Fall sein sollte.

Eine Leptinresistenz kann zu intensiven Hungergefühlen führen und dazu beitragen, dass du schneller zunimmst. Der Leptinspiegel kann außerdem durch Schlafmangel, eine ungesunde Lebensweise sowie durch Toxine aus dem Gleichgewicht geraten. Kohlenhydrate sollen dabei helfen, den Leptinspiegel wieder zu erhöhen. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Produktion von Leptin hauptsächlich durch kohlenhydratreiche Mahlzeiten und weniger durch Eiweiße oder Fette unterstützt wird.



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