Die verschiedenen Vitamine und ihre Wirkungen

Vitamine sind sehr wichtig für unsere Gesundheit. Sie beliefern den Körper mit Energie, helfen beim Sehen und schützen den Körper vor Schadstoffen und Krankheiten. Doch welche Mineralstoffe sind eigentlich am wichtigsten? Dieser Ratgeber erklärt welche Vitaminarten es überhaupt gibt, was sie im Körper machen und was man sonst noch darüber wissen sollte.

Aufgabe, Merkmale und Vorkommen

Diese Gruppe zählt mit den Mineralstoffen und bestimmten Aminosäuren zu den wichtigsten Nährstoffen für den menschlichen Körper. Diese braucht es für einen gesunden Stoffwechsel und kann diese Stoffe nicht von selbst herstellen. In den meisten Fällen werden die Stoffe durch die Nahrung aufgenommen. Sollte dieser nicht ausreichen, kann es zu einem Vitaminmangel kommen. Risikofaktoren sind unter anderem eine einseitige Ernährungsweise, der Konsum von Genussmittel oder auch chronische Krankheiten.

Allerdings erweist es sich auch als Problem, wenn zu viel davon zu sich genommen wird, denn auch Überdosierungen sind möglich. Eine Überdosierung wird unter anderem durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel begünstigt. Diese Nährstoffe wurden das erste Mail im Jahr 1912 vom polnischen Biochemiker Casimir Funk nachgewiesen. Seit dem Jahr 1980 sind 13 für den Menschen lebensnotwendige Mineralstoffe bekannt, die den Stoffwechsel anregen. Sich richtig zu ernähren, ist für eine ausgewogene Balance im Körper sehr wichtig. Grundsätzlich unterscheidet man fettlösliches und wasserlösliches Vitamin.

Fettlösliches Vitamin

In diese Kategorie zählen die Vitaminarten A, D, E und K. Sie werden vorwiegend über die Darmwand aufgenommen. Die Nährstoffgruppe ist sehr hitzebeständig und wird in Leber und Fettgewebe gespeichert. Für die ideale Nahrungsaufnahme ist die geringe Zugabe von Fett hilfreich, zum Beispiel ein mit einem Schuss Öl veredelter Gemüsesaft.

Vitamin A

Dieser Stoff ist wichtig für die Augen. Der Körper nimmt es aus bestimmten Pflanzenstoffen auf – den Carotinen. Diese sind beispielsweise in roter Paprika enthalten. Ein Mangel kann zu Sehstörungen führen, eine Überdosis zu Kopfschmerzen und Übelkeit.

Vitamin E

Dieses Vitamin dient dem Zellschutz. Gute Quellen sind Milchprodukte, Öle und Nüsse. Ein Mangel dieses Vitamins führt zu Verdauungsprobleme. Eine Überdosierung ist so gut wie unmöglich, wenn man sich richtig ernährt.

Vitamin D

Dieses Vitamin unterstützt zusammen mit Kalium die Gesundheit der Knochen. Es ist das einzige Vitamin, welches der Körper durch direkte Sonneneinstrahlung selber bilden kann. Die Studien zeigen, dass es vor allem im Winter bei Menschen zu einem Mangel kommt. Dementsprechend ist hier die Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D sinnvoll. Durch das richtige Essen und Trinken kann man seinen Vitamin-D-Haushalt ebenfalls verbessern. Ein Mangel dieses Vitamins hat Auswirkungen auf die Festigkeit der Knochen, eine Überdosierung kann im schlimmsten Fall zu Nierensteinen führen.

Vitamin K

Dieses Vitamin ist ein wichtiger Blutgerinnungsfaktor und kommt zum großen Teil in dunkelgrünem Blattgemüse vor. Ein Mangel kann zu Gerinnungsstörungen führen, Symptome einer Überdosierung sind so gut wie nicht bekannt.

Wasserlösliches Vitamin

In diese Gruppe zählen alle Arten des B-Vitamins und das Vitamin C. Im Gegensatz zu den fettlöslichen Mineralstoffen werden sie auch bei einer sehr hohen Zufuhr durch Essen und Trinken oder Nahrungsergänzungsmittel nicht im Körper gespeichert, sondern werden über die Nieren ausgeschieden. Dementsprechend sind Überdosierung grundsätzlich nicht möglich. Die meisten Mineralstoffe, die sich in Wasser auflösen, sind sehr hitzeempfindlich. Dementsprechend ist es wichtig, sich vor allem mit frischen Nahrungsmittel zu ernähren, damit diese möglichst frisch gegessen werden. Bei der Zubereitung sollte man unbedingt den Verlust von Vitaminen berücksichtigen.

Vitamin B

Diese Vitamingruppe ist wichtig für das Nervensystem und unterstützt viele weitere Funktionen des Stoffwechsels. Wichtige Quellen sind Milchprodukte und Fisch, aber auch einige Gemüsesorten enthalten diese Vitamingruppe. Symptome bei einem Mangel sind nicht genau festgelegt.

  • B1 unterstützt den Kohlehydratstoffwechsel.
  • B2 unterstützt den Stoffwechsel.
  • B3 unterstützt die Fettsäurenbildung.
  • B5 unterstützt die Enzymbildung.
  • B6 unterstützt die Umwandlung von Eiweißen.
  • B7 (Biotin) trägt dazu bei, Haut und Nägel gesund zu erhalten und kann Haarausfall vorbeugen.
  • B9 (Folsäure) ist wichtig für die Zellteilung.
  • B12 ist wichtig für die Blutbildung. Dieses Vitamin erhält man hauptsächlich, wenn man sich mit tierischen Lebensmittel ernährt, so kann es bei einer veganen Ernährungsweise zu einer Mangelerscheinung kommen.

Vitamin C

Dieses Vitamin ist entscheidend für das Immunsystem und Bindegewebe. Darüber hinaus unterstützt es die Verwertung von Eisen. Frisches Obst ist eine ideale Quelle für dieses Vitamin, besonders Zitrusfrüchte und Beeren. Ein Mangel zeigt sich durch Zahnfleischbluten und ständige Müdigkeit.

Empfehlungen und Hinweise

Um den persönlichen Bedarf einschätzen zu können, geben Vitamintabellen die erste Orientierungshilfe. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung bietet sehr wichtige Informationen, zu denen auch Rezepte gehören, dessen Nährstoffe optimiert sind. Faktoren wie Alter, Ernährung und Lebensstil spielen beim genauen Bedarf an Bitaminen eine sehr wichtige Rolle. In bestimmten Lebensphasen, zum Beispiel Schwangerschaft und Stillzeit aber auch bei schweren Erkrankungen können eine erhöhte Zufuhr erforderlich sind. Mediziner können Mangelerscheinungen durch Untersuchungen von Blut und Blutkörperchen oder mit Urintests aufspüren. Sind die Ursachen erklärt, kann die Einnahme von Supplements helfen. Teilweise reicht es aber nicht aus, die Nährstoffe durch das richtige Ernähren aufzunehmen. In diesem Fall kann die Anwendung von Injektionen oder Infusionen eine gute Alternative sein.

Die Vitaminversorgung in Deutschland

Dass die zahlreichen Vitaminarten gesund sind, dürfte nun klar sein und das es gesund ist, wenn man diese wichtigen Nährstoffe durch Essen und Trinken aufnimmt. Deutschland gehört zu keinem Land, wo der Mangel an Vitaminen oft auftritt. Nur Vitamin D und die Aufnahme von Folsäure ist in einem großen Teil der Bevölkerung unzureichend. Leichte Formen des Mangels werden als Hypovitaminose bezeichnet, schwere als Avitaminosen. Die Mangelerscheinungen resultieren durch mangelhafte Ernährungsweise, Resorptionsstörungen oder durch eine Störung in der Darmflora.

Letzte Worte über die Wichtigkeit der Vitamine

Die Mineralstoffe übernehmen überlebenswichtige Funktionen im menschlichen Körper. Zum Großteil können diese nicht vom Körper selbst hergestellt werden. Einige Vitamine werden aus Provitamine aufgenommen, welche später im Körper umgewandelt werden. Es gibt insgesamt 13 Vitaminarten, die für den Körper sehr wichtig sind. Diese teilen sich auf vier fettlösliche und neun wasserlösliche.

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